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Networking Regensburg: Was zeigte die DGO-Spätschicht?
Vier Gründungspersönlichkeiten, ehrliche Einblicke und ein Mini-Barcamp: Das brachte die DGO-Spätschicht „UNGESCHMINKT“ im Uni-Theater.

Die DGO-Spätschicht „UNGESCHMINKT“ zeigte am 15. Oktober 2026 im Uni-Theater Regensburg, wie stark unternehmerischer Alltag von Druck, Fehlentscheidungen und gegenseitiger Unterstützung geprägt sein kann. Vier Gründungspersönlichkeiten berichteten über Führung, Belastung und finanzielle Unsicherheit. Im anschließenden Mini-Barcamp brachten Teilnehmende eigene Fragen und Projekte ein. Für **Networking Regensburg** war der Abend ein Beispiel dafür, wie aus offenen Erfahrungen konkrete Gespräche entstehen.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO) gemeinsam mit Science Outreach der Universität Regensburg. Der [Rückblick der TechBase](https://www.techbase.de/news-termine/news/detail/22/10/2026/spaetschicht-ungeschminkt-uni-theater) erschien am 22. Oktober 2026. Entscheidend war der Wechsel zwischen persönlichen Erfahrungsberichten, gemeinsamer Diskussion und selbst gestalteten Gesprächsrunden.
## Was erzählten die vier Gäste über das Gründen?
Auf der Bühne standen Rebecca Schneider Böhm von Chocolatique und occa café & bakery, Heidi Huber vom Tanzstudio Kotch & Rhapsody, Michael Schneider von regelkraft sowie Manuel Stahl, der Technologieunternehmen gegründet hat und heute als Investor und Geschäftsführer in der Immobilienwirtschaft tätig ist. Ihre Unternehmen stehen für unterschiedliche Geschäftsmodelle. Gemeinsam machten die Gäste sichtbar, dass Probleme mit Führung und Verantwortung nicht auf einzelne Branchen beschränkt sind.
Nach dem TechBase-Bericht ging es unter anderem um den Versuch, es allen recht zu machen, um durchgearbeitete Nächte und um Belastungen privater Beziehungen. Auch finanzieller Druck durch **Investoren** wurde angesprochen. Als mögliche Gegenmittel beschrieben die Gesprächspartner klarere Grenzen, transparente Zuständigkeiten und bewusstes Delegieren. Die wichtigste Erkenntnis: Durchhalten bedeutet nicht, dauerhaft alles selbst erledigen zu müssen.
## Wie wurden die Teilnehmenden in den Abend einbezogen?
Das Publikum blieb nicht nur in der Zuhörerrolle. Abstimmungen mit Ja/Nein-Karten gehörten zur Bühnendiskussion und ermöglichten unmittelbare Reaktionen auf die angesprochenen Themen. Gerade bei persönlichen Gründungserfahrungen kann eine solche Beteiligung sichtbar machen, dass andere ähnliche Unsicherheiten kennen. Die Abstimmungen waren dabei ein Gesprächselement und keine repräsentative Befragung.
Im zweiten Teil wechselte die Veranstaltung in ein offenes Mini-Barcamp: Die Gäste brachten Themen ein, stellten sie in kurzen Pitches vor und konnten darüber abstimmen, welche Fragen vertieft wurden. Damit unterschied sich das Format von einer reinen Vortragsveranstaltung. **Gründer** konnten eigene Herausforderungen auf die Agenda setzen, statt ausschließlich vorbereitete Antworten mitzunehmen.
## Welche Ideen standen im Mini-Barcamp im Mittelpunkt?
Eine Diskussion drehte sich darum, wie junge Unternehmen dauerhaft neue Kunden gewinnen können. Das Projekt „BusFactor“ stellte einen KI-gestützten Ansatz vor, mit dem stilles Erfahrungswissen von Mitarbeitenden strukturiert erfasst werden soll. Laut TechBase suchte das Projekt in der Gesprächsrunde nach Partnern für das Produktdesign. Die Beispiele zeigen, dass Networking auch der konkreten Weiterentwicklung einer Lösung dienen kann.
Daneben stellte Janek Hildebrandt die App „Regensburger Sightquest“ vor, die lokale Freizeitangebote auf einer künstlerischen Karte sichtbar machen soll. Die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) Oberpfalz informierten über Unterstützung bei Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Damit reichte die Themenpalette von Kundenentwicklung über Wissenstransfer bis zur Teilhabe am Arbeitsmarkt. Der Themenmix zeigt, was **Networking Regensburg** leisten kann: Austausch über fachliche Grenzen hinweg.
## Was können Unternehmen aus der Spätschicht mitnehmen?
Der Bericht liefert Anregungen, aber keine fertige Anleitung für jedes Unternehmen. Wer die Themen für den eigenen Alltag nutzen will, kann die Erkenntnisse in kurze Prüfaufgaben übersetzen. Wichtig ist dabei, zwischen einem persönlichen Erfahrungsbericht und einer Entscheidung für den eigenen Betrieb zu unterscheiden.
- **Verantwortung klären:** Welche Entscheidungen hängen unnötig an einer einzigen Person?
- **Grenzen setzen:** Welche Aufgaben können Sie delegieren, statt sie dauerhaft selbst zu übernehmen?
- **Austausch organisieren:** Mit wem können Sie Probleme vertraulich und regelmäßig besprechen?
- **Wissen sichern:** Welche Abläufe kennen nur einzelne **Fachkräfte**, und wie lassen sie sich dokumentieren?
- **Kunden gewinnen:** Welche Annahmen zur Akquise sollten Sie durch Gespräche mit Kunden überprüfen?
- **Kontakte nachhalten:** Mit wem möchten Sie nach einer Veranstaltung ein konkretes Folgegespräch vereinbaren?
Besonders Wissenstransfer und klare Zuständigkeiten können Unternehmen auch bei einer **Unternehmensnachfolge** helfen. Für die **Internationalisierung** sind dokumentierte Prozesse ebenfalls nützlich, wenn Teams an verschiedenen Standorten zusammenarbeiten. Die praktischen Schritte sind Ableitungen aus den Veranstaltungsthemen, nicht angekündigte Ergebnisse oder Vereinbarungen der DGO-Spätschicht.
## Networking Regensburg: Was bedeutet der Abend für die Region?
Die Spätschicht verband unternehmerische Erfahrungen mit einem offenen Austausch über Projekte und konkrete Fragen. Für den **Wirtschaftsstandort Regensburg** ist diese Verbindung zwischen regionalem Gründungsumfeld, Universität und Unternehmen ein nachvollziehbarer Mehrwert. Laut TechBase soll die Spätschicht 2027 wieder stattfinden; ein genauer nächster Termin wird im Rückblick nicht genannt.
Auch **City's Business Talk** setzt in Regensburg auf kurze Impulse, offene Diskussionen und Networking im After-Work-Format. Solche Begegnungen können Kontakte eröffnen, aus denen später ein fachlicher Austausch entsteht. Das ist keine Aussage über eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Veranstaltungen, sondern über den Nutzen niedrigschwelliger Gesprächsmöglichkeiten für die örtliche Wirtschaft.
## Fazit
Die DGO-Spätschicht „UNGESCHMINKT“ zeigte, dass ehrliche Berichte über Stress, Verantwortung und Rückschläge ebenso zum Gründungsalltag gehören wie neue Produkte und Geschäftsideen. Das Mini-Barcamp machte aus Zuhörenden aktive Gesprächspartner und brachte Themen wie Kundengewinnung, Wissenstransfer und Teilhabe auf die Agenda. **Networking Regensburg** lebt auch von solchen offenen Formaten.
Für Unternehmer lohnt es sich, nach einer Veranstaltung mindestens einen konkreten nächsten Schritt zu definieren und neue Kontakte gezielt weiterzuführen. Wenn Sie sich ebenfalls mit Menschen aus der regionalen Wirtschaft austauschen möchten, besuchen Sie die nächsten [City's Business Talk Events](https://www.citysbusinesstalk.de/events).
## Häufig gestellte Fragen
### Wann und wo fand die Spätschicht „UNGESCHMINKT“ statt?
Die Veranstaltung fand am 15. Oktober 2026 im Uni-Theater Regensburg statt. Veranstaltet wurde sie von der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz gemeinsam mit Science Outreach der Universität Regensburg.
### Welche Gründungspersönlichkeiten standen auf der Bühne?
Rebecca Schneider Böhm, Heidi Huber, Michael Schneider und Manuel Stahl teilten ihre Erfahrungen. Nach dem TechBase-Rückblick ging es unter anderem um Führungsverantwortung, Überlastung und finanziellen Druck.
### Was war das Besondere am Mini-Barcamp?
Die Teilnehmenden brachten eigene Themen ein und konnten über die Vertiefung der Vorschläge abstimmen. Anschließend wurden ausgewählte Fragen und Projekte in Gesprächsrunden diskutiert.
### Welche Projekte wurden vorgestellt?
Im Barcamp ging es unter anderem um den KI-gestützten Wissenstransfer mit „BusFactor“ und die lokale Freizeit-App „Regensburger Sightquest“. Außerdem stellte die EAA Oberpfalz Unterstützungsangebote für Arbeitgeber vor.
### Welche konkreten Lehren lassen sich aus dem Abend ziehen?
Klare Zuständigkeiten, bewusste Delegation und ein offener Austausch können helfen, mit unternehmerischem Druck umzugehen. Betriebe sollten prüfen, welche dieser Ansätze zu ihrer eigenen Situation passen.
### Findet die DGO-Spätschicht erneut statt?
Die TechBase kündigte in ihrem Rückblick vom 22. Oktober eine Rückkehr der Spätschicht für 2027 an. Ein konkretes Datum wurde dort nicht genannt.